Aceto balsamico tradizionale - consorzio di Reggio Emilia

Aceto balsamico tradizionale consorzio tra i produttori di aceto balsamico tradizionale di Reggio Emilia


Wie bei kaum einem anderen Produkt verkörpert die Geschichte des 'Aceto Balsamico Tradizionale di Reggio Emilia' das Produkt selbst. Seit vielen Jahrhunderten ist der Balsamico – Frucht der Erfindungsgabe und der Leidenschaft der Menschen dieser Region - von den Tischen kundiger und vom Glück gesegneter Familien nicht mehr wegzudenken.

Seine weit in die Vergangenheit zurückreichenden Wurzeln, seine Erfindung und die ersten Herstellungsverfahren - die von Generation zu Generation weiter gegebenen 'modus operandi', die wir heute als Know-how bezeichnen würden - sind weitestgehend unbekannt und umhüllen den "besten Essig der Welt" mit einem Hauch von Mysterium. Die erste Überlieferung geht auf das Jahr 1046 zurück, als der deutsche Kaiser Heinrich II. sich auf dem Weg zu seiner Krönung nach Rom befand und seine Reise in Piacenza unterbrach. Bei jener Gelegenheit bat er Markgraf Bonifaz von Tuszien, den Vater der berühmten Gräfin Mathilde von Canossa, um ein wenig seines vorzüglichen Essigs, denn er hatte gehört, dass man "diesen hier auf ganz treffliche Weise herzustellen vermag".

In der Tat erzählte man sich, dass ausgerechnet in dieser Burg, die einige Jahre später wegen der Zusammenkunft zwischen Papst Gregorius und Kaiser Heinrich VI., dem Büßer, zu großer Berühmtheit gelangen sollte, ein Essig hergestellt wurde, Elixier und Balsam zugleich, der von den Herrschern der damaligen Zeit hoch geschätzt wurde. Diese Anekdote wird im Epos 'Vita Mathildis' erzählt, verfasst vom wichtigsten Biographen der großen Gräfin Mathilde von Canossa, Mönch Donizone.

Was das 12.,13. und 14. Jahrhundert anbelangt, weiß man mit Sicherheit, dass in Reggio Emilia, Scandiano und den Hauptorten des Herzogtums der Estenser bereits Essigwinzer tätig waren. Diese hatten sich damals schon zu regelrechten Genossenschaften zusammen geschlossen, deren Mitglieder verpflichtet waren, das Geheimnis des Herstellungsverfahrens des hoch gelobten Essigs zu hüten wie ihren eigenen Augapfel. Im Zuge der kaiserlichen Imprimatur wurde der Balsamessig schließlich während der gesamten Renaissance fester Bestandteil der herrschaftlichen Tafeln, insbesondere am Hofe der Herzöge d`Este.

Als schließlich im Jahre 1476 Alfonso I, Herzog von Ferrara, den Thron bestieg, erhielt die Geschichte des Balsamessigs einen entscheidenden Impuls. Sämtliche Herrscher des Herzogtums von Modena, Reggio und Massa füllten bis zum Jahre 1859 über Jahrhunderte hinweg die Hofchroniken mit Anekdoten über den 'Aceto Balsamico Tradizionale'. Lodovico Ariosto, der nicht umsonst aus Reggio Emilia stammte, widmete dem Vetter Annibale Malaguzzi in seiner dritten Satire das folgende Zitat: "In meinem Haus schmeckt mir eine geputzte, gekochte Rübe, die ich auf einen Holzstab stecke und mit Essig bestreiche am besten".

In einer aus dem Jahre 1863 stammenden Schrift von Fausto Sestini ist zu lesen, dass "in der Provinz von Modena und Reggio Emilia seit uralten Zeiten ein Essig von besonderer Qualität hergestellt wird, dessen äußeres Erscheinungsbild und exzellentes Aroma diesem den Namen 'Aceto Balsamico' eingebracht haben". Im 19. Jahrhundert schließlich häufen sich in den Aussteuerlisten adliger emilianischer Familien die Hinweise auf den Balsamico. In der Tat war es damals üblich, der Aussteuer einer adligen Braut auch Gefäße des wertvollen Balsamico oder eine Essigfassbatterie samt ihres kostbaren Inhaltes hinzuzufügen.

Die verleibende Geschichte des Balsamico gehört in unsere Tage.


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